Valentines Day – Das Geheimnis erfolgreicher Beziehungen ODER Der Weg zu persönlichem Glück

Valentines Day – Das Geheimnis erfolgreicher Beziehungen ODER Der Weg zu persönlichem Glück

Passend zu diesem Tag möchten wir Ihnen einige Erkenntnisse von Carol S. Dwecks aus „Mindset – The New Psychology of Success“ vorstellen. Wir stießen auf sie im Newsletter von www.brainpickings.org von Maria Popova, den wir gerne weiterempfehlen.

Laut Dweck können wir uns zwischen zwei grundsätzlichen Mindsets entscheiden: unwiderruflich vs. entwicklungsorientiert („Fixed vs. Growth“). (1) Unbewusst neigen wir durch unsere Sozialisation einem von beiden zu. Sie ahnen bereits, welches Mindset günstiger ist. Sie ahnen noch nicht, welche Ursachen das „fixed mindset“ begünstigen und welchen Schaden es anrichten kann.

Die Lesezeit beträgt ca. 10 Minuten.

Einige unserer tiefsten Glaubenssätze, die wir mit uns herumtragen, haben damit zu tun, wie wir unsere Persönlichkeit sehen und ausleben. Ein „fixed mindset“ geht davon aus, dass unser Charakter, Intelligenz und Kreativität statisch gegeben sind und wir sie nicht in bedeutendem Maß beeinflussen können. Erfolg ist dann die Bestätigung der vorhandenen Intelligenz im Wettbewerb mit dem Standard; das Streben nach Erfolg und das Vermeiden von Fehlern um jeden Preis sind unsere Art auszudrücken, dass wir smart oder talentiert sind.

Ein „growth mindset“ gedeiht bei Herausforderungen und betrachtet Rückschläge nicht als Zeichen von Dummheit sondern als einen inspirierenden Ausgangspunkt die vorhandenen Fähigkeiten auszubauen.

Aus diesen unterschiedlichen Mindsets, die sich bereits in grauer Vorzeit herausgebildet haben, resultiert unser Verhalten, unsere Beziehung zu Erfolg und Niederlage sowohl im beruflichen wie auch im persönlichen Kontext und letztlich auch unsere Fähigkeit zu Glück.

Die Wirkung der Überzeugung, dass Intelligenz und Persönlichkeit entwickelt werden können und nicht unveränderbare vorgegebene Größen sind, hat - wie nach Dweck in 20 Jahren Forschung sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen nachgewiesen hat – maßgebliche Folgen:

(2) “For twenty years, my research has shown that the view you adopt for yourself profoundly affects the way you lead your life. It can determine whether you become the person you want to be and whether you accomplish the things you value. How does this happen? How can a simple belief have the power to transform your psychology and, as a result, your life?

Believing that your qualities are carved in stone — the fixed mindset — creates an urgency to prove yourself over and over. If you have only a certain amount of intelligence, a certain personality, and a certain moral character — well, then you’d better prove that you have a healthy dose of them. It simply wouldn’t do to look or feel deficient in these most basic characteristics.

I’ve seen so many people with this one consuming goal of proving themselves — in the classroom, in their careers, and in their relationships. Every situation calls for a confirmation of their intelligence, personality, or character. Every situation is evaluated: Will I succeed or fail? Will I look smart or dumb? Will I be accepted or rejected? Will I feel like a winner or a loser? . . .

The growth mindset is based on the belief that your basic qualities are things you can cultivate through your efforts. Although people may differ in every which way — in their initial talents and aptitudes, interests, or temperaments — everyone can change and grow through application and experience.

Do people with this mindset believe that anyone can be anything, that anyone with proper motivation or education can become Einstein or Beethoven? No, but they believe that a person’s true potential is unknown (and unknowable); that it’s impossible to foresee what can be accomplished with years of passion, toil, and training.

Why waste time proving over and over how great you are, when you could be getting better? Why hide deficiencies instead of overcoming them? Why look for friends or partners who will just shore up your self-esteem instead of ones who will also challenge you to grow? And why seek out the tried and true, instead of experiences that will stretch you? The passion for stretching yourself and sticking to it, even (or especially) when it’s not going well, is the hallmark of the growth mindset. This is the mindset that allows people to thrive during some of the most challenging times in their lives.

In the fixed mindset, imperfections are shameful — especially if you’re talented — so they lied them away. What’s so alarming is that we took ordinary children and made them into liars, simply by telling them they were smart.”

Dies verdeutlicht den Schlüsselunterschied der zwei Mindsets: Für jene mit “growth mindset” bedeutet persönlicher Erfolg, das Beste aus sich herauszuholen. Diejenigen mit “fixed mindset” finden ihren Frieden nur, wenn sie ihre Überlegenheit manifestieren können – ansonsten fühlen sie sich unterlegen. Das bedeutet, dass letztere jeden Rückschlag als Strafe  und Makel empfinden. Für die ersten bedeutet ein Rückschlag Motivation und informativen Input, den man für die Weiterentwicklung nutzen kann.  

… und hier kommt die Botschaft zum Valentinstag

Dweck hat festgestellt, dass es auch in Paarbeziehungen diese Dichotomie gibt: entweder “fixed” oder “growth”. Jene mit „fixed mindset“ glauben, ihr Partner würde sie auf einen Thron heben und das Gefühl geben perfekt zu sein. Jene mit dem „growth mindset“ bevorzugen Partner, die Fehler erkennen und auf liebenswerte Weise dabei unterstützen sie zu verbessern, jemand, der ermutigt neue Dinge zu lernen.

Die giftige Mär von der “wahren Liebe”

“The growth mindset says all of these things can be developed. All — you, your partner, and the relationship — are capable of growth and change.

In the fixed mindset, the ideal is instant, perfect, and perpetual compatibility. Like it was meant to be. Like riding off into the sunset. Like “they lived happily ever after.”

One problem is that people with the fixed mindset expect everything good to happen automatically. It’s not that the partners will work to help each other solve their problems or gain skills. It’s that this will magically occur through their love, sort of the way it happened to Sleeping Beauty, whose coma was cured by her prince’s kiss, or to Cinderella, whose miserable life was suddenly transformed by her prince.

Just as there are no great achievements without setbacks, there are no great relationships without conflicts and problems along the way.

When people with a fixed mindset talk about their conflicts, they assign blame. Sometimes they blame themselves, but often they blame their partner. And they assign blame to a trait — a character flaw.

But it doesn’t end there. When people blame their partner’s personality for the problem, they feel anger and disgust toward them.

And it barrels on: Since the problem comes from fixed traits, it can’t be solved. So once people with the fixed mindset see flaws in their partners, they become contemptuous of them and dissatisfied with the whole relationship."

Menschen mit einem “growth mindset”  können die Unvollkommenheit ihres Partners akzeptieren und dennoch eine erfüllte Partnerschaft erleben. Sie sehen Konflikte als Kommunikationsprobleme, nicht als Charakterfehler. Diese Dynamik gilt nicht nur in Liebesbeziehungen sondern auch in beruflichem Kontext. Dweck fasst zusammen:

“When people embark on a relationship, they encounter a partner who is different from them, and they haven’t learned how to deal with the differences. In a good relationship, people develop these skills and, as they do, both partners grow and the relationship deepens. But for this to happen, people need to feel they’re on the same side. . . . As an atmosphere of trust developed, they [become] vitally interested in each other’s development.”

Am Ende entscheidet das Mindset darüber wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Im “fixed mindset” gibt es einen internen Dialog permanenter Beurteilung und Vergleiche; jedes Stück Information wird interpretiert, ob etwas nun „gut“ oder „schlecht“ ist, „für“ oder „gegen“.

Das „growth mindset“ ist keins, das Urteil spricht. Es hat unbändigen Appetit zu lernen und jeglichen Input konstruktiv zu nutzen.

Wer nun lernen möchte, wie man seine kognitiven Gewohnheiten umstellen kann, um das fruchtbare „Growth Mindset“ anzunehmen, dem sei die Lektüre des Buchs „Mindset: The New Psychology of Success“ von Dweck sehr empfohlen.

Uns hat die Zusammenstellung von Popova sofort gefallen, weil sie eine Resonanz zu unserem Cultural Fit-Ansatz bildet. Im Recruiting spielen genau solche Mindsets und deren Wirkungsweise eine wichtige Rolle. Bei der Besetzung von Vakanzen berücksichtigen wir deshalb die Bereitschaft zur Transformation (entspricht dem „growth mindset“). Neue Mitarbeiter sollten idealerweise die Bewusstseinsebenen der gewünschten Teamkultur repräsentieren, weil sie dann ohne Anstrengung qua persona einen Beitrag zur Transformation leisten. (3)

(1) Da wir nicht recherchiert haben, wie die offiziellen Übersetzungen sind und hier keine falsche „Eichung“ vornehmen wollen, behalten wir die englischen Ausdrücke bei.

(2) Alle Zitate sind auf englisch. Wir haben die Zitate von Dweck stehen lassen, weil sie ihre Gedanken einfach klar auf den Punkt bringt.

(3) Wir stützen uns dabei auf das Werkzeug Culture Transformation Tool (CTT) von Richard Barrett. Dr. Terhalle & Nagel sind die ersten – und bisher einzigen – dafür lizensierten Headhunter
Ein Blog-Artikel zum Einstieg: Unternehmenskultur ist jetzt messbar.

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