Der Lebenslauf

Der wichtigste Teil Ihrer Bewerbungsmappe ist Ihr Lebenslauf, da er am meisten über Sie, Ihr Engagement und Ihren Werdegang verrät. Aus diesem Grund wird er sehr häufig zuerst gelesen und sein Inhalt und Layout entscheiden darüber, ob dem Rest überhaupt Aufmerksamkeit geschenkt wird. Daher liegt es an Ihnen, Ihre Erfahrungen und Fähigkeiten so darzustellen, dass der Leser Interesse an Ihnen gewinnt.

Ihr Lebenslauf sollte kurz und prägnant sein (zwei bis drei Seiten). Auch hier sollten Sie besonders darauf achten, dass Sie keine Rechtschreib- und Grammatikfehler gemacht haben.

Im Prinzip können Sie für alle Ihre Bewerbungen den gleichen Lebenslauf verwenden, manchmal macht es jedoch Sinn, ihn - abhängig von der jeweiligen Bewerbung - soweit zu verändern, dass für die entsprechende Stelle besonders wichtige Kenntnisse hervorgehoben sind.

Struktur

  • Persönliche Daten: Name, Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum. Angaben über die Eltern, das Religionsbekenntnis, etc. sind nicht mehr nötig und gelten als altmodisch.
  • Ausbildung: Listen Sie Ihre Ausbildungsstufen in chronologischer Reihenfolge auf, wobei die jüngste Stufe (also die, die am wenigsten weit in der Vergangenheit liegt) oben steht. Nennen Sie den Namen der Schule/Universität, Ort der Schule, Anfangs- und Enddatum Ihrer Ausbildung, Fachrichtung bzw. Schultyp. Bei universitärer Ausbildung können Sie auch Informationen zu Ihrer Diplom- bzw. Doktor-Arbeit anführen.
  • Arbeitserfahrung: Führen Sie zumindest alle Ihre Tätigkeiten (Teilzeitjobs, Ferienpraktika, Nebenerwerbstätigkeiten, etc.) an, die für die angebotene Stelle von Vorteil sein könnten. Name der Firma, Datum und Dauer Ihrer Beschäftigung sowie ein kurzer Überblick über Ihre Tätigkeit und was Sie dabei erreicht haben.
  • Besondere Kenntnisse: Gerade dieser Punkt ist besonders wichtig, da Sie sich hier von potentiellen Mitbewerbern hervorheben können. In diese Kategorie fallen:
    •  Besondere Sprachkenntnisse
    • EDV-Fachkenntnisse, die über Ihre Ausbildung hinausgehen
  • Spezielle Erfahrungen: Kommunikations- und Telefonerfahrung aus einem Studentenjob, vertriebliche Erfahrung aus einem Projekt, Budgetkompetenz, da Sie in Ihrem selbst verwalteten Studentenwohnheim für das Thema Finanzen zuständig waren. - »Soft-Skills«, wie z.B.: Rhetorik-Kenntnisse, etc., die Sie sich in Kursen außerhalb der Schule/Universität aneignen konnten. Ein Beispiel ist hier immer hilfreich.
  • Zusätzliches Engagement: Sollten Sie einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen bzw. nachgegangen sein, z.B. als Obmann eines Vereins (Sportverein, Kulturverein XY e.V., Schülervertreter oder Mitarbeiter einer Studentenorganisation (wie z.B. AIESEC, IAESTE), geben Sie dies unbedingt an. Es macht ein gutes Bild, wenn man sich zusätzlich zur »normalen« Ausbildung noch weiter engagiert. Informationen wie Ihr Intelligenzquotient (falls Sie einen Test gemacht haben), Gehaltsvorstellungen oder ähnliches gehören nicht in einen Lebenslauf.

Weitere Hinweise

  • Seien Sie kurz und prägnant.
  • Schreiben Sie Ihren Lebenslauf in tabellarischer Form.
  • Erklären Sie »Lücken«. Falls Sie z.B. Ihre Schulausbildung im Juni 1998 abgeschlossen und Ihr Studium erst mit März 1999 angefangen haben, sollten Sie dies rechtfertigen. Auch kürzere Lücken (z.B. 3-4 Monate) sollten Sie erklären können.
  • Schreiben Sie mehr darüber was Sie erreicht haben, als welche Funktionen sie innehatten.