HR-Trend: Home Office

HR-Trend: Home Office

Immer öfter wird öffentlich über das Thema Home Office diskutiert. Die moderne Technik ermöglicht, dass in bestimmten Berufsfeldern die persönliche Anwesenheitspflicht am Arbeitsplatz nicht mehr zwingend nötig ist. Collaborative Tools und spezifische Arbeitszeitregelungen machen es möglich. Doch was bedeutet es für die Unternehmenskultur wenn nach der Raucherecke nun auch noch der Flurfunk flachfällt.

Derzeit nutzen noch vorwiegend die sogenannten „Digital Natives“ diese neuen Formen der Arbeit. Laut einer Deloitte-Studie entwickeln wir uns hin zu einer „Open Talent Economy“. Diese ermöglicht dann viel offenere Formen der Zusammenarbeit.

Neue Herausforderung für Personalmanager

Personalmanager haben auf Grund des demografischen Wandels in Zukunft nicht nur eine Generationenvielfalt zu managen, sondern sie fungieren mehr und mehr als die „Kulturentwickler“ in Unternehmen. Dabei müssen sie gemeinsam mit den entsprechenden Führungskräften unterschiedliche Nationalitäten, Kulturkreise, Religionen und Geschlechter vereinen. Hinzu kommt dann noch die räumliche Entfernung vereinzelter Mitarbeiter. Dabei geht es nicht nur um die derzeit viel besprochene Generation Y. Gerade Arbeitnehmer in fortgeschritteneren Lebensabschnitten stehen häufig vor veränderten Lebens- und Arbeitsansprüchen. Hierbei können flexiblere Arbeitsmodelle helfen, die Arbeit bestimmten  Lebensereignissen anzupassen.

Was müssen Home Officer beachten

Yahoo-Cheffin Marissa Mayer verbot ihren Mitarbeitern das Home Office. Dies löste weltweite Diskussionen über die Vor- und Nachteile des Home Office aus. Microsoft hingegen stellt seinen Mitarbeitern frei, sich für das Home Office zu entscheiden. Im Zuge dessen wurden drei Standorte in Deutschland geschlossen. Die Vorteile liegen auf der Hand, das Unternehmen spart Ressourcen im Rahmen von Büroflächen. Laut einer Umfrage von Citrix Systems wollen IT-Entscheider in 19 Ländern bis 2020 vierzehn Prozent ihrer Büroflächen reduzieren. Dabei sind die längeren Kommunikationswege als nachteilig zu betrachten. Zudem ist man als einzelner Mitarbeiter weniger sichtbar. Man muss sich genau überlegen, wie man in der digitalen Welt seine Position strategisch stärken kann. Als weitere Gefahr droht die berufliche Vereinsamung. Man sollte tunlichst darauf achten, seine Kollegen und das erweiterte Netzwerk nicht nur virtuell, sondern auch tatsächlich zu treffen. Kombinierte Arbeitsplatzmodelle und Netzwerkveranstaltungen helfen dabei enorm.

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