Vom Home-Office-Hype zur neuen Kommunikations-Realität

Vom Home-Office-Hype zur Kommunikations-Realität

Viele Entscheider und insbesondere die Personalleiter müssen derzeit ihre Unternehmen durch raues, unbekanntes Wasser steuern. Aus zahlreichen Gesprächen wissen wir, dass die Unternehmen die Themen Mobile-Work, Kurzarbeit, Gesundheitsmanagement technisch inzwischen ziemlich perfekt beherrschen. Doch durch den immer noch hohen Anteil virtueller Zusammenarbeit entstehen neue Herausforderungen.

  • Der Teamspirit leidet unter der Virtualisierung und der andauernden, wenn nicht steigenden, Verunsicherung
  • Sogar Führungskräfte, die sonst nah an den Kollegen sind, werden von Kündigungen überrascht
  • Online-Meetings ersetzen den persönlichen Austausch nicht vollständig; das Fehlen der Präsenz wird immer intensiver als Verlust erfahren
  • Und Multitasking und mentale Abwesenheit von Teilnehmenden im virtuellen Raum führen zu Missstimmung
Wir schauen unter die Oberfläche

Es ist offensichtlich, dass die meisten Menschen „keine Lust mehr auf Corona“ haben. Nach dem anfänglichen Home-Office-Hype sind wir nun in der Realität angekommen: Viele von uns schätzen zwar die neuen Freiheiten („Zeitsouveränität“), doch wir vermissen den spontanen, kreativen und ungezwungen Austausch mit den Kolleg*innen. Und wenn wir uns dann doch mal in kleiner Runde im Büro treffen, müssen wir uns auch dort an Abstands- und Hygieneregeln halten. Weil das voraussichtlich noch länger so sein wird, zeichnen sich in vielen Firmen hybride Lösungen ab (3T Büro, 2T Home-Office usw.).

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass Führungskräfte achtsam mit ihren Teams umgehen. Gute Führung heißt nun einerseits, dafür zu sorgen, dass alle wissen, was sie wissen müssen, um ihre Arbeit erfolgreich tun zu können (Lokomotionsfunktion). Und zum zweiten muss gute Führung das Gefühl stiften, eingebunden und wertgeschätzt zu sein (Kohäsionsfunktion). Vor allem letzteres befördert den Teamspirit, schafft Identifikation und stiftet soziale Integration.

Hier ein paar Anregungen, was Unternehmen derzeit anpacken:

  • Dashboard im Intranet zur Organisation von Gesundheitsstatus und Anwesenheit im Büro
  • Konstruktive Auseinandersetzung mit Ordnungsbehörden, um den individuellen Anforderungen besser gerecht zu werden
  • Förderung der Medienkompetenz von Führungskräften und Mitarbeitenden
  • Führungswerkstätten für den Austausch über Herausforderungen und „Best Practices“
  • Teamchats – durchaus mit der Vermischung von Arbeit und Privatem – können ein Gefühl von Verbundenheit fördern (E-Mails und Intranet leisten das nicht.)
  • Laufende Schnelltests, teils auch täglich für alle Mitarbeiter

Um den Teamspirit bei virtueller Zusammenarbeit zu erhalten, kommt es jetzt noch mehr als sonst darauf an, persönliche Verbindungen aktiv zu pflegen, sich zu bedanken, zu loben, positive Stories zu erzählen, trotz Widrigkeiten Fortbildungen zu realisieren, sich gegenseitig zu unterstützen und Erfolge gemeinsam zu feiern.

Virtuelle Workshops – Man kann digital kreativ zusammenarbeiten

Unser Bereich Cultural Consulting war vor Corona gut mit Workshops, Coachings und der Transformation von Unternehmenskulturen beschäftigt. Corona hat dies - wie fast alle Präsenz-Themen - abrupt gestoppt. Wir mussten die laufenden Change-Projekte sehr schnell von Live-Workshops auf virtuelle Konzepte umstellen. Dazu validierten wir verschiedene Kollaboration-Tools, um mit virtuellen Workshops die laufenden Projekte möglichst rasch weiterführen zu können.

Mit der seitdem aufgebauten intensiven Medienkompetenz bieten wir virtuelle Entscheider-Workshops zu bestimmten Themen an und schulen andere Consultingunternehmen in der Umsetzung virtueller Beratungskonzepte. Dieses Knowhow geben wir gerne direkt an Sie weiter

Drei entscheidende Erkenntnisse vorab:

  1. MS Teams, Zoom & Co. mit Videoeinbindung und der Möglichkeit, Bildschirminhalte zu teilen, sind ein guter Anfang, reichen aber allein nicht aus.
  2. Online-Kooperations-Tools wie Mural (unser Favorit), Miro, Conzeptboard oder MS Whiteboard sind eine notwendige Ergänzung, wenn man während des Meetings gemeinsam arbeiten möchte.
  3. Gruppendynamik und vertrauensvoller, kreativer Austausch sind auch online möglich, wenn man flexible Arbeit in Kleingruppen einbaut.

Mit einer Verbindung von MS-Teams bzw. Zoom und Mural (www.mural.co) konnten wir Online-Workshops von zweieinhalb Stunden bis zu mehreren ganzen Tagen so organisieren, dass die Ergebnisse und die Erfahrung der Teilnehmenden sehr nahe am Präsenzworkshop waren. Dazu gehörten unter anderem Führungsworkshops mit unterschiedlichen Führungsebenen zum Führen auf Distanz, Kaskaden-Workshops zur Kulturtransformation bis auf Schichtleiterebene oder internationale Workshops mit Führungskräften aus unterschiedlichen Ländern. Auch die Erarbeitung einer gemeinsamen Führungskultur ist durchaus virtuell möglich.

Zwei Feedbacks hierzu:

„Ich hätte nicht gedacht, dass man online so eine intensive Workshop-Atmosphäre erzeugen und in so kurzer Zeit gemeinsam so gute Ergebnisse erarbeiten kann!“
(Zitat eines Head of HR)

„Ich habe schon an vielen Online-Webinaren, Kursen, Meetings und auch Workshops teilgenommen, aber das hier ist nochmal eine ganz andere Nummer. Da kommt echtes Workshop-Feeling auf, da entsteht Gruppendynamik!“
(Zitat einer erfahrenen Change- und OE-Beraterin)

Weil es jetzt darauf ankommt, in hybriden Arbeitsmodellen handlungsfähig zu werden ohne Wirkungsverlust aus mangelnder Präsenz, möchten wir diesen großen Erfahrungsvorsprung – kostenlos – an Sie weitergeben.

Sprechen Sie uns an. Unser Kollege Dr. Christoph Keufen, Head of Cultural Consulting, ist gerne bereit, sein Wissen aus zahlreichen Workshops mit Ihnen zu teilen. 

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

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