Das neue Xing- Profil – von der digitalen Visitenkarte zur Recruitingplattform

Das neue Xing- Profil – von der digitalen Visitenkarte zur Recruitingplattform

Seit einigen Tagen hat Xing ein neues Profil-Layout für seine Mitglieder. Mit Spannung wurde es erwartet. Einiges ist passiert, so manches lässt sich erahnen. Was können die einzelnen Parteien erwarten und auf welche Einstellungen kommt es in Zukunft an?

Das neue Xing Profil wirkt auf den ersten Blick moderner. Man sieht sofort, dass man hier versucht hat mit der Zeit zu gehen. Alles ist größer und bunter. Die Leiste an der Seite soll Orientierung geben und führt zu zahlreichen neuen Features.

Man hat nun die Möglichkeit eine Menge von Zusatzinformationen anzugeben. Dies könnte in Zukunft dazu führen, die Qualität der Ansprache und der angebotenen Stellen durch Recruiter inhaltlich zu verbessern. Durch die vielen neuen Infos und Funktionen ist es natürlich insgesamt viel zeitintensiver sich durch das verschachtelte Profil durchzuarbeiten.

Spezifische Einstellungen für die Jobsuche

Wer einen Job sucht kann nun spezifischer als bisher seine Karrierewünsche bearbeiten. Hier kann man jetzt unter drei verschiedenen Optionen wählen:

  • Ich bin aktiv auf Jobsuche
  • Nicht auf Jobsuche, offen für Angebote
  • Ich habe derzeit kein Interesse an Karrierechancen

Zudem kann man angeben wer diese Angaben sehen darf.

  • Nur Recruiter
  • Kontakte und Recruiter
  • Alle Xing- Mitglieder

Insgesamt hat man neun Varianten seine Karrierewünsche darzustellen.

Dies ist zum Beispiel in folgendem Fall sinnvoll:

Ein Jobsuchender, welcher nicht möchte, dass sein aktueller Chef weiß, dass er den Arbeitsplatz wechseln möchte, könnte nun einstellen, dass er aktiv auf Jobsuche ist. Bei der Angabe, wer diese Einstellung sehen darf ist jedoch darauf zu achten anzugeben, dass nur Recruiter, also Xing-Mitglider mit einem entsprechend kostenpflichtigen Profil, die Angabe sehen dürfen. Die Krux dabei ist, dass zum Teil auch Unternehmen und Personalverantwortliche solche Recruiter-Accounts besitzen.

Die unverfänglichere Variante ist anzugeben, dass man nicht auf Jobsuche, jedoch offen für Angebote ist. Hier hat Xing quasi einen Bauchschmerz der Jobsuchenden erkannt und ist diesem diplomatisch entgegengetreten. Natürlich hat man darauf geachtet, dabei die eigenen kommerziellen Interessen nicht aus den Augen zu verlieren.

Fazit

Durch die vielen Differenrenzierungsmöglichkeiten könnte die Ansprache professioneller, aber auch teuerer werden. Um tatsächlich die Angaben zu den gemachten Karrierewünschen zufriedenstellend auswerten zu können, braucht man in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit den Xing-Talentmanager, welchen sich Xing natürlich entsprechend bezahlen lässt.

Solange die Qualität stimmt ist das weiterentwickelte Geschäftsmodell von Xing durchaus stimmig für alle Parteien. Essentiell, gerade für Recruiter, ist dabei die richtige Strategie und die stimmige Organisation des Recruiting Prozesses. Unternehmen, welche die vielfältigen Methoden der Talentsuche in Gänze ausschöpfen wollen, werden in Zukunft noch mehr auf Unterstützung durch professionelle Partner angewiesen sein.

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